Fütterung naturnah

Heutzutage ist das Angebot rund um das Thema Futter sehr groß, für jedes „Wehwehchen“ gibt es ein Spezialfutter, für jeden Typ Pferd gibt es die perfekte Futtermischung…

  • Doch was füttern wir unseren Pferden eigentlich wirklich?
  • Entspricht es ihrer Natur?
  • Kann eigentlich alles verdaut und entsprechend verstoffwechselt werden?

Jede Menge Mineralien, Pulverchen für mehr Leistung, Gesundheit, bessere Hufe oder glänzendes Fell. Aber das Problem liegt meist nicht an einem Mineralmangel, sondern viel eher an einem Mineralüberschuss.

!!!   Hier gilt oft: Weniger ist mehr  !!!

Futter in das Pferd hinein zu bekommen ist meist kein Problem, jedoch muss der Körper dieses auch verstoffwechseln und wieder abtransportieren können.
Kann er das nicht, dann sind Krankheitsanzeichen nicht weit weg.

Die ursprünglichen Nahrungsmittel der Pferde waren energiearme Gräser, Kräuter, Wurzeln, Beeren und Rinden. Rohfaserreiches Futter über den ganzen Tag, in kleinen Mengen verteilt, so wäre auch Wahrscheinlichkeit einer Kolik eher gering.
Im Idealfall haben Pferde, Gras und Heu immer zur freien Verfügung.
Leider ist dieses nicht überall möglich, auch die Qualität der Weiden, und des Heu an sich ist meist nicht mehr das was ein Pferdeorganismus wirklich braucht.
Dann kommt auch noch die tatsächlich aufgebrachte Leistung des jeweiligen Pferdes hinzu, wo erst dann eine Zugabe von Kraftfutter wirklich sinnvoll ist wenn diese über ein gewisses Maß steigt.

Um den Verdauungstrakt gesund zu erhalten, ist eine ganzheitliche Futtergabe zu verabreichen, die den empfindlichen Magen- Darm-Trakt nicht überansprucht, nicht über oder unter Mineralisiert, und der ursprünglichen Nahrungsaufnahme am nähesten kommt.

  • Ein Grundfuttermittel individuell abgestimmt mit z.B.: Luzerne, Grünhafer, Esparsette
  • Mischungen aus Kräutern der entsprechenden Jahreszeit.
  • Natürliche Mineralsteine zur freien Verfügung.

Kräuter richtig füttern

Pferd füttern Wiese

Der natürliche Instinkt der wildlebenden Pferde wusste genau welches Kraut der Körper in welchem Moment am meisten benötig. Egal ob zur Vorbeugung und Gesunderhaltung, um Mangelerscheinungen auszugleichen oder zur Genesung einer eventuell aufgetretenen Krankheit.

Kräuter sind für Pferde unentbehrlich, und gehören zu den ursprünglichen, natürlichen Nahrungsmitteln, die wichtige Inhaltstoffe enthalten wie etwa: Gerbstoffe, Glykoside, Saponine, Bitterstoffe, Flavonoide, Alkaloide und Ätherische Öle.

Keiner kann genau sagen, was genau jetzt gerade dieses eine Pferd benötigt.  Doch wir können versuchen dem Pferd möglichst das anzubieten was es zu einer bestimmten Jahreszeit am meisten benötigt um den gesamten Organismus im Gleichgewicht zu halten.
Dies können wir festmachen an der aktuellen Jahreszeit (Was wächst gerade im natürlichen Lebensraum) oder an eventuell auftretenden Mangelerscheinungen. Treten bereits Mangelerscheinungen auf ist es halt manchmal leider schon zu spät ohne Folgeerscheinungen aus der Situation heraus zu kommen. 

Kräuter haben auch den großen Vorteil dass sie speziell auf Schwächen des Organismus abgestimmt werden können. Die in jedem „Kraut“ enthaltenen Mikronährstoffe tragen dazu bei dass Stoffe optimal verwertet und verstoffwechselt werden können, um den Organismus optimal zu versorgen. Auch bei Krankheiten können Kräuter helfen, diese sollten jedoch immer von Fachleuten wie etwa Ernährungsberatern oder Tierheilpraktikern etc. zusammengestellt werden um die optimalen Wirkungen zu erzielen.

Damit Ihr einen kleinen Überblick erhaltet welches Kraut welche Eigenschaften besitzt und für was es verwendet werden kann, wollen wir Euch eine kleine Enzyklopädie mit an die Hand geben. Viel Spaß beim stöbern.
Aber denkt immer daran die Kräutergabe mit einem Arzt oder Ernährungsberater abzustimmen damit keine Wechselwirkungen entstehen.

Baldrian auf Weide
Baldrian in freier Natur an einer Weide

Die Kräuter – Eine Kur aus der Natur

Kräftige und unterstütze den Körper, den Geist und die Seele über das ganze Jahr hinweg, alles im Rhythmus der Natur.

Wenn der Körper einmal geschwächt ist, also das Immunsystem und/oder das Organsystem überlastet ist, dann folgt meist eine ernstzunehmende Erkrankung.
Damit es gar nicht erst dazu kommt, sollte man schon vorbeugend den Körper unterstützen.

Die Natur bringt alles mit was der Organismus braucht.

Es bringt nichts wahllos irgendwelche Kräuter ins Pferd zu stopfen, ursprünglich wurden die Kräuter instinktiv und ganzjährig von den Pferden aufgenommen, dieses ist allerdings auf den heutigen Weiden kaum noch möglich.

Heute werden viele Kräuter als Heilkräuter eingesetzt, um verschiedene Erkrankungen auf dem Weg der Genesung zu unterstützen.

Doch verschiedene Kräuter liefern vor allem auch Vitamine, Mineralien und vieles mehr, die nicht nur eingesetzt werden sollten, wenn bereits Krankheitsanzeichen vorliegen.

Gern stehen wir Euch mit Rat und Tat zur Verfügung.

Salbei am Weidenrand
Kräuter (Salbei) am Rand einer Weide, ein wahres Buffet.

Lecksteine / Mineralsteine

Nur allein Heu und Weiden allein reichen domestizierten Tieren grundsätzlich nicht aus um den Bedarf an wichtigen Mineralien, Spurenelementen, und Vitaminen zu decken.

Mit Hilfe von naturechten Mineralsteinen, die der Körper leicht und sinnvoll verstoffwechseln kann, sollte sich jedes Pferd das nehmen können was es braucht.

Der Himalaya-Leckstein ist ein natürliches Ursalzgestein und ein wichtiger Bestandteil der zur Mineralsstoffversorgung beiträgt.

Der Dolomitstein ist ein Kalkstein der aus Magnesium und Calcium besteht und bei Bedarf zur Verfügung stehen sollte.

Lamm leckt an einem Mineralstein zur selbstständigen Versorgung