Teufelskralle

Harpagophytum procumbens

In zwei Anwendungsbereichen haben sich Behandlungen mit Teezubereitungen oder hoch dosierten Extrakten als besonders Erfolg versprechend erwiesen. Zum Einen die Anwendung bei rheumatischen Erkrankungen und zum Anderen bei Verdauungsbeschwerden.

Mit hoch dosierten Extrakten in Fertigarzneimitteln oder Teezubereitungen können Entzündungen gebremst und chronische Schmerzen gelindert werden. Damit ist es meist möglich, die Beweglichkeit wieder zu verbessern oder zumindest Bewegungseinschränkungen wie etwa Morgensteifigkeit zu reduzieren. Durch die gute Verträglichkeit der Extrakte ist eine Langzeitanwendung fast immer möglich.

Teezubereitungen eignen sich bestens zur Behandlung der Verdauungsstörungen wie Appetitlosigkeit oder dyspeptische Beschwerden wie Völle- oder Druckgefühl im Oberbauch. Bei Neigung zu hartem Stuhl (leichteren Formen der Verstopfung) bewirkt der Tee eine schnellere Darmpassage und damit oft auch die Lösung dieser Beschwerden.

Wirkmechanismen:
– abschwellend
– blutverdünnend
– entzündungshemmend
– schmerzlindernd

Anwendungsgebiete:
– Arthrose
– Eisprung fördernd
– Ekzeme
– Erysipel
– Gallenbeschwerden
– Gelenkbeschwerden
– Gesichtsrose
– Gürtelrose
– Hexenschuss
– Ischias
– Leberschwäche
– Nierenschwäche
– Rückenschmerzen
– Schuppenflechte
– Sehnenentzündungen
– Wechseljahrsbeschwerden

Anwendungen:

Tee

Für einen Teufelskralle-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Teufelskralle mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn fünf Stunden lang ziehen. Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach spätestens sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschliessend kann man wieder sechs Wochen lang Teufelskralle-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Wirksamkeit der Teufelskralle bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.

Die Teufelskralle eignet sich auch für süßere Teemischungen, wo ihr bitterer Geschmack durch die Kombination mit anderen Kräutern gemildert wird und auch kaum unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können, weil sie in Mischtees naturgemäß sehr niedrig dosiert ist.

Tinktur

Um eine Teufelskralle-Tinktur selbst herzustellen, übergiesst man Teufelskralle-Wurzeln in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.
Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.
Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.
Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

Innerlich

Teufelskralle kann man innerlich, als Tee, Tinktur oder Fertigpräparat gegen Arthrose einsetzen. Ausserdem hilft Teufelskralle gegen andere Arten von Gelenkbeschwerden, auch die des rheumatischen Formenkreises.

Achtung! Die Teufelskralle sollte in der Schwangerschaft nur mit Rücksprache des Arztes angewandt werden. Ausserdem sollte die Förderung der Blutungsneigung bei längerer oder hochdosierter Anwendung der Teufelskralle berücksichtigt werden.

Äusserlich

Äusserlich kann man Teufelskralle-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.
Auch Teufelskralle-Salben sind gebräuchlich.
Mit dieser Art der Anwendung kann man chronische Hautprobleme, wie beispielsweise Ekzeme oder Schuppenflechte lindern.
Teufelskralle kann man auch gegen schlecht heilende Wunden versuchen.